Wir feierten am 2. Februar 2003 unser 10 jähriges Jubiläum

Ein herzliches Vergelt´s Gott

An alle Musikanten, Besucher und Helfer, die zum Gelingen unseres Festes beigetragen haben,

Pressebericht
Der beste Werbeträger für die Gemeinde

Zehn Jahre „Altnußberger Musikanten“ – Gelungenes Musikerfest mit vielen Gästen

Altnußberg (gi). Aus einer Laune heraus entstanden vor zehn Jahren im ehemaligen Gasthaus Maurer die "Original Altnußberger Musikanten". Inzwischen hat sich die 20-köpfige Kapelle zum "besten Werbeträger bodenständiger Volksmusik" gemausert. Ein rauschendes Musikerfest am vergangenen Sonntag war die Krönung des ersten Jahrzehnts der einstigen "Dorfkapelle". Bei klirrender Kälte von minus 12 Grad Celsius begann an Lichtmess der Jubiläumstag für die "Altnußberger Musikanten", die bereits um 7 Uhr früh zum gemeinsamen Weckruf mit der Stadtkapelle Tittmoning ihre Instrumente erklingen ließen.
In der vollbesetzten Filialkirche St. Ägidius zelebrierte anschließend Kaplan Franz Menzl den Festgottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde dieser von den "Altnußbergern", die erstmals die neu einstudierte "Bauernmesse" von Annette Thoma aufführten.
In seiner Predigt stellte der Geistliche die besondere Bedeutung der Musik für den Menschen heraus. "Musik ist Ausdruck für Trauer und Lebensfreude", betonte er. Vor zehn Jahren habe wohl niemand gedacht, dass die Kapelle in Altnußberg eine solche Bedeutung erlange. "Manchem von euch wurde sogar unterstellt, dass er alles andere besser kann als musizieren", flachste der Kaplan. Durch Engagement und Gemeinschaftssinn hätten sich die "Altnußberger Musikanten" jedoch zum Kulturträger entwickelt: "Der Ort ist durch euch fröhlicher und freundlicher geworden". Mit den besten Wünschen für "weitere Jahrzehnte gemeinsamen Musizierens" schloss er seine treffende Predigt.
Der weitum bekannte Mundartdichter Franz Mothes (Krailing) ließ es sich nicht nehmen, für die Kapelle ein eigens verfasstes Gedicht vorzutragen. Seine Beweggründe, wie er später erzählte, gründen tiefer: "In Zeiten, wo wir die Kreuze abnehmen, sitzen Musikanten um den Altar und spielen dort auf. Das hat mich fasziniert"!
Danach ging es ab in die festlich geschmückte Geiersthaler Mehrzweckhalle, wo die vielen Besucher den ganzen Tag über Volks- und Blasmusik vom Feinsten geboten bekamen. Es musizierten: die Stadtkapelle Tittmoning, die Tafernmusikanten aus Straubing, Erich Heimer (Passau) auf der Steirischen, die Unterholzener Kracherlsymphoniker und natürlich die "Altnußberger" mit Kapellmeister Richard Muhr. Am Abend war schließlich noch Lichtmesstanz mit der Blaskapelle Sepp Pfeffer (Böbrach).
Als Schirmherr der Veranstaltung fungierte Geiersthals Dritter Bürgermeister Ludwig Weindl, der selber Mitglied der Kapelle ist. Als einer der Hauptgründe des Erfolges für die ehemalige Dorfkapelle nannte er neben dem Enthusiasmus des verstorbenen Kapellmeisters Helmut Niedermeier die Harmonie innerhalb der Gemeinschaft. Für die Zukunft wünschte er der Kapelle "weiterhin den bisher gezeigten Zusammenhalt und eine stetige musikalische Verbesserung".
Im Namen der Gemeinde Geiersthal gratulierte Bürgermeister Alfons Fleischmann: "Die Nußberger sind der beste Werbeträger für unsere Gmoa", freute er sich. In Erinnerung an Helmut Niedermeier sagte Fleischmann: "Er war auch als Mensch ein Vorbild und hat die Blasmusik als Kultur verkörpert".
"Ihr sollt auch künftig ein Stück Heimat und Lebensfreude hinaus tragen". Diesen Wunsch hatte MdB Ernst Hinsken (Haibach) für die Altnußberger parat. Er erinnerte an den "unvergessenen Helmut Niedermeier, der die Grundlage vor zehn Jahren geschaffen hat". Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum sagte auch Bezirksrätin Rita Röhrl (Teisnach): "Ihr habt allen Zweiflern bewiesen, dass man mit Engagement und Zusammenhalt viel erreichen kann", meinte sie. MdL Helmut Brunner (Zachenberg) bezeichnete die "Altnußberger" als "einmalig im Landkreis". Die Kapelle stehe für unverfälschte Blasmusik und setze sich zudem fast ausschließlich aus Dorfbewohnern zusammen, was dem Abgeordneten besonders imponierte.
Nach diesen obligatorischen Reden und Glückwünschen stand aber wieder die Musik im Vordergrund, so dass die vielen Aktiven und Gäste einen zünftigen Tag erlebten.